Is productivity the ultimate goal?

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It must have been about end of last year that I followed a bunch of – let’s call it – female career empowerment Instagram pages. I was missing some drive and thought those accounts have the potential to give me the necessary butt-kick from time to time. Also, what Instagram affine woman in her 20ies doesn’t enjoy to be addressed as a boss babe or female hustler, especially when the message is packed in pretty letters in a pink colored square? 😉

So while some days ago I was laying on the couch in my hubs’ arms and scrolling through my IG timeline, those pages were telling me to ‘be disciplined’, ‘focus on growth’ and ‘become addicted to progress’. All of these advices felt miles away from the situation I was currently in. Yet, I did not feel bad at all about consciously choosing to be non productive. Indeed, IT FELT BEYOND GOOD. And that is when the thought hit me:

Is life really about achieving?

Now this might sound quite hypocritical, coming from a girl who wrote blog posts like ‘How to become a Pro in Time Management’ and ‘not planning to settle down and taking it easy’. And a girl who is proclaiming to be a to-do list addict in her Instagram bio. But during this year, I’ve experienced a total mind shift.

I still love to-do Lists, but I started writing them more for the sake of having peace of mind instead of obsessing about ticking off all points. And rather than racking my brain about how to optimize my time even more to pack more things into one day, I am focusing on committing 100 percent to the current moment.

It may sound trite, but my mind shift was even more strengthened by the car accident we had in the US in April. It got me wondering if working hard, finishing and achieving To-Dos is what I want to look back to in life? Or whether I would prefer looking back to moments and activities that fulfilled me, without having specific goals? Moments that just felt good for the sake of doing them? Even if in those moments I chose to push work aside?

So, as you can see, today’s Motivation Monday comeback is not your typical ’10 steps to productivity’-guide. But maybe it can be your food for thought. The thought of letting go of the need of specific outcomes for EVERYTHING you do. And the thought of resetting your focus in our productivity driven society. To consciously taking more time for what fulfills you from within. Even if it has no productive purpose. XX Jecky

De

Es muss gegen Ende letzten Jahres gewesen sein, als ich ein paar – nennen wir sie mal – ‘Karriere Empowerment fĂŒr Frauen’ – Instagram Seiten gefolgt bin. Es fehlte mir an Antrieb und ich glaubte, dass diese Accounts das Potenzial haben, mir ab und zu den notwendigen Arschtritt zu verpassen. Und außerdem: welche Instagram affine Frau in ihren 20ern wird nicht gerne als ‘Boss Babe’ und ‘Female Hustler’ angesprochen? Vor allem wenn die Ansprache in hĂŒbschen Buchstaben in einem rosa gefĂ€rbten Quadrat verpackt ist? 😉

WĂ€hrend ich dann vor ein paar Tagen in Niks Armen auf der Couch lag und durch meine Instagram Timeline scrollte, schlugen die genannten Instagram Seiten mir vor, ich solle doch ‘diszipliniert sein’, mich ‘auf meine persönliche Entwicklung fokussieren’ und ‘sĂŒchtig werden nach Fortschritt’. All diese RatschlĂ€ge schienen von meiner Couch-Situation meilenweit entfernt. Und doch fĂŒhlte es sich gar nicht mal so schlecht an, dass ich mich bewusst dafĂŒr entschieden hatte, nicht produktiv zu sein. Und so kam es, dass ich mich fragte:

Geht es im Leben wirklich darum, Ziele zu erreichen?

Das könnte fĂŒr den ein oder anderen von euch heuchlerisch klingen, denn schließlich habe ich selbst einige Blog Posts in die Richtung ‘Wie werde ich ein Pro in Zeit Management’ usw. verfasst und verkĂŒnde außerdem in meiner Instagram Bio, dass ich sĂŒchtig nach To-Do Listen bin. Doch im Verlauf diesen Jahres, habe ich einen richtigen Bewusstseinswandel vollzogen.

Ich liebe zwar noch immer To-Do Listen, doch schreibe ich sie inzwischen vor allem, um meinen Kopf ‘frei zu machen’ und gelassener zu sein, wenn ich mal nichts tue. Und anstatt mir meinen Kopf darĂŒber zu zerbrechen, wie ich meine Zeit am besten organisiert kriege, um meinen Tag noch voller zu packen, fokussiere ich mich eher darauf, mich zu 100 % dem Moment zu widmen.

Und auch wenn es sich so abgedroschen anhört, unser Autounfall in den USA im April hat meinen Sinneswandel noch mehr bestĂ€rkt. Dieses einschneidende Erlebnis brachte mich dazu, mich zu fragen, worauf ich in meinem Leben zurĂŒckblicken möchte. Sind das Momente des harten Arbeitens, des Erledigen und Abschließen von To-Dos? Oder wĂŒrde ich lieber auf Momente zurĂŒckblicken, in den ich mich etwas gewidmet habe, das mich erfĂŒllt hat ohne dass es ein Ziel gab? Momente die einfach so, ganz aus sich selbst heraus erfĂŒllend waren? Auch wenn ich dafĂŒr die Arbeit beiseite schieben musste?

Wie ihr sehen könnt, ist das heutige Motivation Monday Comeback kein klassischer ProduktivitĂ€ts Ratgeber. Aber vielleicht ist er ein Denkanstoß. DafĂŒr, von der Notwendigkeit loszulassen, dass all eure BeschĂ€ftigungen zielgerichtet sein mĂŒssen. Und dafĂŒr, euren Fokus in unserer produktivitĂ€ts-gesteuerten Gesellschaft neu zu setzen. Um mehr Raum zu schaffen fĂŒr all das, was euch aus tiefstem inneren erfĂŒllt. Auch wenn es so gar nicht produktiv ist. XX Jecky

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1 Comment

  1. Anja
    August 13, 2019 / 3:17 am

    Willkommen zurĂŒck und wunderbarer Artikel zu einem tollen Thema. Er regt wirklich zum Nachdenken an. Seit ich die Kinder habe frage ich mich das auch und sogar noch mehr.
    Man sollte sich wirklich öfter vor Augen halten wie kostbar und kurz doch die Zeit hier auf Erden ist und an was man sich gerne erinnern möchte wenn man hoffentlich alt und schrumpelig auf sein Leben zurĂŒck blickt;-)
    Danke fĂŒrs Erinnern!!!

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