Don’t you trust me?

Want Get Repeat - Can you trust bloggers

De

Es war ein entspannter Mädels-Abend bei einer meiner besten Freundinnen. Sie ist für mich die Art von Freundin, die man als Teenager mit vollster Überzeugung ‘Sis’ genannt hat – ihr wisst was ich meine 😉 Wir quatschten über klassische Mädels-Themen: die neuesten Trends, der neueste Gossip – und tauschten Tipps in Sachen Beauty aus. Plötzlich kamen wir auf eine Brand zu sprechen, mit der ich kürzlich eine Kooperation hatte und sie sagte ‘Mochtest du die Sachen denn wirklich oder hast du es nur auf dem Blog so geschrieben?’.

Uff, die Selbstverständlichkeit mit der sie mir diese Frage stellte machte mich ganz schön baff und implizierte, dass es wohl der allgemeinen Überzeugung entspricht: Was auf Blogs so geschrieben wird, kann man nicht ohne Weiteres glauben. Doch wie kam es zu diesem Misstrauen, dass viele uns Bloggern gegenüber zu haben scheinen? Blicken wir dazu einmal zurück auf unsere Entstehungsgeschichte oder auch “den Raketenstart des Mediums Blog”.

Es war einmal an einem trüben Sonntag Ende der 90er Jahre, als eine Mode- und Beauty-Interessierte Mitt-Zwanzigerin sich mal wieder ihre liebsten Hochglanz Magazine griff – auf der Suche nach den neuesten Trends und Must-Haves. Und wie sie so durch diese eindrucksvollen Seiten blätterte fiel ihr plötzlich auf, dass sie sich mit dieser Welt eigentlich gar nicht identifizieren konnte. Die Outfits waren nicht alltagsgeeignet und die Models so gar nicht wie sie selbst. Und wurden in den Zeitschriften irgendwelche Cremes angepriesen, so war ja eigentlich zu vermuten, dass diese in der Redaktion noch nicht einmal getestet wurden, sondern einfach ein bisschen Geld von Brand X an Verlag Y floss und das Produkt so ins Magazin geraten war. Unsere Mode- und Beauty-Interessierte Mitt-Zwanzigerin sehnte sich plötzlich nach etwas völlig anderem: einem Medium, mit dem sie sich identifizieren kann, einem realistischeren Frauenbild und statt der plumpen Produktplatzierung wollte sie lieber Erfahrungen von ‘echten’ Menschen lesen, die ihr ähnlich sind. Die Nachfrage nach dem Medium Blog war geboren.

Inzwischen befinden wir uns im Jahr 2017 und auch wenn diese kleine Entstehungsgeschichte relativ frei erfunden ist, so bin ich mir doch ziemlich sicher, dass sie genau die ausschlaggebenden Gründe rüberbringt, die das Medium Blog so schnell haben in die Höhe schießen lassen. (Fashion & Lifestyle) Blogs sind inzwischen selbst im konservativen Deutschland ein fester Bestandteil der Medien Landschaft – und sie haben sich weiterentwickelt: vom sporadisch betriebenen kreativen Ventil, über ein zeitintensives Hobby zum erfolgreichen Business. Und genau hier ist der springende Punkt: werden wir Blogger auf einmal für das was wir online stellen bezahlt, scheint es unter Lesern ein Grund-Misstrauen zu erwecken.

Viele von euch mögen sich jetzt vielleicht mit ein paar von diesen Standardsätzen verteidigen (aus denen man übrigens gut ein ‘Blogger sponsored Posts Bullshit Bingo’ basteln könnte ;):

  • Ich bewerbe nur Produkte, von den ich selbst überzeugt bin
  • Ich würde niemals eine Marke bewerben, die ich persönlich nicht nutze
  • Authentizität ist für mich das aller, aller wichtigste beim Bloggen

Doch seien wir ehrlich, sobald eine Marke bei uns anklopft und mit einer verführerischen Summe für eine Kooperation winkt und das Produkt jetzt nicht so ganz unpassend zur Nische ist, besteht kaum eine Bloggerin darauf, das beworbene Produkt erst einmal wochenlang zu testen, bevor sie einer Kooperation zustimmt. Dies mag zum Einen daran liegen, dass das ganze Business nun mal nicht so funktioniert: Brands kommen oft mit ganz fixen Ideen auf Blogger zu und wollen diese schnellstmöglich umgesetzt haben – eine Bloggerin, die es sich rausnehmen würde, solche Bedingungen zu stellen, würde ganz fix durch jemand ‘willigeres’ ersetzt werden. Zum Anderen gibt es inzwischen einige, die den Blog hauptberuflich betreiben, was es unheimlich schwer macht, unabhängig zu bleiben und Kooperationsanfragen abzulehnen. Denn die Entscheidung, so ernüchternd das jetzt auch klingen mag, ist hier nun mal oft: die nächste Miete zahlen können oder nicht zahlen können. Oder aber auf einem erfolgreicheren Level: die nächste Designer Bag haben oder nicht haben.

Ja, wie fast überall im Leben geht es auch beim Bloggen inzwischen um Geld, Geld und nochmal Geld und ich will mich hierbei auch gar nicht als Unschuldige darstellen: auch ich monetarisiere meinen Blog und habe schon oft Kooperationen zugestimmt, ohne das Produkt sehr genau zu kennen. Vielleicht hatte ich bisher einfach sehr großes Glück, dass ich von den Produkten meiner Kooperationspartner bisher nicht enttäuscht wurde. Doch würde dies mal der Fall sein, da bin ich ehrlich, weiß ich nicht so ganz, was ich tun würde. Einen Kooperationspartner womöglich für immer verlieren oder das Vertrauen meiner Leser aufs Spiel setzen? Wenn am Bloggen nicht die eigene Existenz hängt, fällt diese Entscheidung sicherlich leichter zu Gunsten der Leser aus. Doch es wäre sehr naiv zu denken, dass Blogger ihren Lesern nicht manchmal schamlos (virtuell) ins Gesicht lügen.

Vielleicht habt ihr auch den Blog Post von Franzi gelesen, in dem sie sich fragt, ob ein Blog inzwischen überflüssig geworden ist. Während sie sich diese Frage eher aufgrund der steigenden Bedeutung von Social Media stellt, denke ich, dass Blogs sich eher deshalb überflüssig machen, da sie immer öfter ihren eigentlichen Sinn verfehlen – eine authentische Plattform zu sein. Denn hat man sich nicht als Verbraucher vor 20 Jahren nach so einem Medium gesehnt, um eine ehrliche Orientierungshilfe in einer Welt mit zu viel Angebot zu erhalten? Um die Frage “Was soll ich morgen anziehen?” von jemandem beantwortet zu kriegen, mit dem man sich orientieren kann?

Was sagt ihr zum Thema “Werbung auf Blogs” und traut ihr noch dem, was ihr auf Blogs lest? XX Jecky

En

It was a relaxed girls-night with one of my closest friends, the kind that I used to call “Sis” all the time when we were teenagers, you know what kind of friend I mean 😉 So as we were talking about classic girls stuff like the newest fashion trends, beauty tips and gossip, we started conversing about a brand that I had recently worked with when she asked me: “Did you actually like the things you promoted or did you just pretend to for the sake of the cooperation?”.

Wow, that question popping up so naturally came as a big surprise, because it was implicit that there seems to be a general belief about bloggers: what we write about cannot be trusted necessarily. But how did this mistrust come about and is it justified? Let’s have a look at what blogs initially set out to be and how this industry has developed compared to it’s humble beginnings.

For the story’s sake, lets take the fictional character of a fashion- and beauty-interested mid-twenty year old girl living in the 1990’s. One gloomy Sunday as she was once again strolling through some glossy fashion magazines in search for new trends and must haves, she realized that she actually wasn’t really able to relate to what she was looking at. The outfits were not suitable for her everyday life and the portrayed models looked nothing like her. On top of that, all the suggested products in the magazine could not possible have been tested by the editors or the staff. So what real and honest value did they have? Were those items really the new thing or just a paid product placement? So our protagonist started longing for something else: a medium she could relate to, with a more realistic portrayel of women. On top of that, she wanted to trade the dull product placements with honest opinions and experiences of real people that were similar to herself. And so the need for blogs was born.

Now here we are in the year 2017 and even though my little story was completely fabricated, I am convinced that it transports the crucial reasons for the enormous success of blogs. Nowadays, fashion and lifestyle blogs are an important part of the media landscape even in the conservative German market and they have evolved tremendously: from a creative outlet as described, to a time consuming hobby and even a successful business. And that’s where it gets tricky: When us bloggers all of a sudden get paid for what we write about, it seems to inspire mistrust in our readers.

Many of you may defend themselves with standard phrases like (also perfectly suitable for a future post called “blogger sponsored posts bullshit bingo” ;)):

  • I only promote products I am really convinced of myself
  • I would never recommend a brand I don’t use myself
  • the most important virtue in blogging for me is authenticity

But let’s be honest, as soon as a brand knocks on our door and wants to win us over as partners with a tempting amount of money and a half suitable product, most bloggers don’t insist on testing the product for weeks before jumping on board, I suppose. This may be due to the fact that the business often won’t work any other way: brands come to you with specific ideas and usually a tight timeframe. So if you are not willing to comply and move along their schedule, you can be replaced with someone more willing. On the other hand there are those that blog fulltime as their main source of income, which makes it even harder to stay independent and decline cooperation offers. Because the two sides of the spectrum are sometimes limited to being able to pay the rent or not being able to. Or on a more successful level: having the next designer bag or not having it.

As with almost every aspect of life, also in the blogosphere it is about money, money, money and I am not excluding myself from it either. I also monetarize my blog and have sometimes agreed to cooperations without knowing the product too well in detail. Maybe I have just been lucky that I have not been disappointed with the products of my cooperation partners so far. And if I had, I honestly don’t know what I would have done. Either losing a cooperation partner forever or risking my readers’ trust? If blogging isn’t your only job, the decision pro audience is easier, I believe. But it would be naive to think that all kind of bloggers don’t sometimes blatantly lie in the faces of their readers (virtually).

Maybe some of you have read the blogpost from Franzi, in which she asks, if a blog has become obsolete by now. While she is appraoching this question rather due to the increasing meaning of social media, I believe that blogs are only becoming obsolote if they miss their own actual purpose – providing an authentic platform. Because wasn’t that what we all wished for when we started reading blogs? An honest voice to have better guidance in a world with too many options? To have the question “what am I going to wear tomorrow?” answered by someone that you can actually identify with?

What’s your opinion on “product placemenet on blogs” and do you still trust what you read on blogs? XX Jecky

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14 Comments

  1. May 2, 2017 / 9:34 am

    Genau die Frage, die von deiner Freundin kam, hat mir erst letztens meine Schwiegermama gestellt. Da war ich genauso baff. Ein toller Text, besonders der Begriff ‘Blogger sponsored Posts Bullshit Bingo’ hat mich sehr schmunzeln lassen! Ich denke jedoch, dass Leser mit der Zeit merken, welchen Blogs sie trauen können und welchen nicht. Wir Blogger müssen das Vertrauen zurückgewinnen und ich sehe auch erste Fortschritte durch z.B. transparentere Kennzeichnungen.
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

  2. May 2, 2017 / 10:27 am

    Ich finde es gut, dass du so offen darüber schreibst. Der Leser merkt schnell ob ein Blog authentisch ist oder nicht, oder ob man Posts nur wegen der Bezahlung macht.

    Deine Bluse gefällt mir total gut. So eine brauche ich auch unbedingt :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / http://www.goldzeitblog.de

  3. May 2, 2017 / 2:55 pm

    Ein toller Beitrag Jecky. Ich persönlich betreibe meinen Blog als Hobby und nicht um damit vorranig Geld zu verdienen und aufgrund dessen lehne ich sehr viele Kooperationen ab. Allerdings muss ich sagen, dass auch ich schon Kooperationen angenommen habe, dessen Marke ich vorher nicht wirklich kannte, sie aber dennoch zu mir gepasst hat. Das ist mir persönlich unheimlich wichtig, denn ich möchte “ICH” bleiben. Ich glaube aber dennoch, wenn man seinen Unterhalt mit dem Blog bestreitet kann die Entscheidung auch einmal anderes ausfallen. Allerdings muss ich auch sagen, dass wenn mir auffällt dass eine Bloggerin auf einmal nicht mehr für mich authentisch rüber kommt lese ich die Beiträge nicht mehr…
    Liebst Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com

  4. May 2, 2017 / 3:37 pm

    Ein spannendes Thema, liebe Jecky. Tatsächlich habe ich die Frage auch schon gehört und ich kann auch absolut nachvollziehen, warum sie so oft gestellt wird. Es gibt einfach viele Blogger, die heute dies und morgen das bewerben. Irgendwann schleicht sich da das Gefühl ein, dass sie nicht wirklich hinter dem Produkt stehen. Oder aber Agenturen schicken Produkte an alle Blogger gleichzeitig los. Dann kennzeichnet Bloggerin A das Produkt als Werbung oder PR-Sample und Bloggerin B tut es nicht. Kein Wunder, dass viele Leser verunsichert sind und sich genau solche Fragen stellen wie Du sie von Deiner Freundin gehört hast. Das Thema “vom Blog leben” spielt natürlich auch eine Rolle – wie Du es schon schreibst. Wenn die Miete bezahlt werden muss, dann wird es für die ein oder andere Bloggerin schwer sich selbst (und ihren Lesern gegenüber) treu zu bleiben. Schwieriges Thema. Und wie so oft muss hier jede/r Blogger/in einen eigenen Weg finden.

    Liebe Grüße
    Anna

  5. May 3, 2017 / 12:59 am

    Es ist eben ein zweischneidiges Schwert. Einerseits Leser andererseits die eigene Existenz.
    Ich muss sagen, dass es bei mir wirklich auf die Blogger drauf ankommt…meistens schaue ich mir deren Tipps als Inspiration an. Selten habe ich Sachen nachgekauft. Selbst wenn: im Bereich Klamotten ist es ja ohnehin eher eine Frage von Preis und eigenem Geschmack: wenn mir die Schlappen mit dem Fell oben drüber nicht gefallen (wer genau ist eigentlich auf die Idee gekommen) und/oder ich sie mir nicht leisten kann (da bin ich nicht mal traurig), könne sie mir noch so sehr empfohlen werden.
    Im Reisebereich ist es ähnlich: wenn ich mir die 2000€ Nacht oder das Coachella Ticket nicht leisten kann, kann ich es noch so sehr wollen.
    Das wirklich Problematische ist wsl eher Beauty..

    Was mich wirklich stört ist jedoch die Tatsache, dass Werbung nicht als solche gekennzeichnet wird: warum nicht? Blogger verdienen damit ihre Miete. Wo ist das Problem? Es ist eben ein Business, mittlerweile ist das bekannt..da bekomme ich ein Problem mit der Glaubwürdigkeit von Bloggern. Das Einzige, was noch schlimmer ist, sind diese “internationalen giveaways” – Loops. Solche Blogger sind bei mir unten durch…

  6. May 3, 2017 / 2:33 am

    It’s ironic, isn’t it? I think it’s because people think that bloggers have sold out if they accept too many products, without maybe considering that some of these girls need to pay the rent. Since I started blogging I worked with some brands that I never heard of before, and I think that’s fine. It’s nice to broaden my spectrum, and that of my readers. I’ve always said no to brands I didn’t relate to. It’s unfortunate that people assume the worst.

  7. May 3, 2017 / 10:37 am

    Mutiger Post! Und ich handhabe das 1:1 wie du. Zum Glück bin ich auch noch nie auf die Nase gefallen, was das Produkt angeht. Allerdings denke ich sollte man auch erwähnen, dass wir Blogger vorher ein wenig differenzieren, ob die Marke cool sein könnte, oder eben nicht. Meist bieten ja auch nur renommierte, große Firmen verlockende Geldsummen an, und diese haben meist auch tolle Produkte.
    Ich persönlich trete Blogs kritisch gegenüber, das tue ich aber auch gegenüber Zeitschriften und Freunden, ich kaufe nicht unbedingt gleich das Shampoo, was beworbe/empfohlen wird, von dem her glaube ich, dass wir Blogger unsere Funktion als “Online- Beste Freundin” nicht ganz verloren haben.
    xx, Sophia
    http://www.lovelygirlyrosy.com

  8. May 3, 2017 / 12:25 pm

    Zunächst muss ich sagen: gutes Thema! Obwohl ich selber blogge ärgere ich mich über viele andere Bloggerinnen aus genau diesem Grund. Ich halte vieles nicht mehr für authentisch.
    Es ist an sich völlig okay einen bezahlten Post zu schreiben. Der Bäcker bekommt schliesslich auch Geld für seine Arbeit Aber so zu tun als wäre jede Woche einen neue Kosmetikmarke jetzt das Lieblingsprodukt ist einfach albern. Das ist es, was mich so stört. Ich wünsche mir auch von bezahlten Bloggern mehr Ehrlichkeit in der Hinsicht, das sie Produkte tragen oder testen und den Mut haben etwas mal nicht toll zu finden und das auch zu schreiben. Das wäre authentisch.
    Letzten Endes werden meiner Ansicht andere Plattformen den Blogs den Rang ablaufen, weil die Firmen hier viel mehr für ihr Geld bekommen. Firma xy hat doch bei Instagram durch einen Influencerpost viel mehr Reichweite, direkteren Kontakt zu den Nutzern, direktere Ergebnisse als durch einen Blog. Dass auch ein Instagram Foto verdammt viel Arbeit ist ist keine Frage, dafür wird da auch schon besser bezahlt teilweise als für einen klassischen Blogartikel. Vielleicht wird das bloggen wieder die Domäne der Hobbyschreiber und Fotografen, wäre in meinen Augen nicht verkehrt.
    Zu deinem Outfit muss ich aber noch etwas sagen: gefällt mir sehr gut. Die Kombi aus chic und casual, Luxus und Highstreet hast du einfach drauf. Sehr, sehr schön!
    xo
    Claudine / http://www.claudinesroom.com

  9. May 3, 2017 / 5:40 pm

    Liebes, also erstmal ein toller Look! <3 ich liebe alles daran! Ich finde es toll, dass du das Thema ansprichst. Ich denke die meisten haben mal ein Kooperation gemacht, bei der eher das Geld als das Produkt stimmte, die meisten geben es vielleicht nicht zu und haben evtl. auch nichts daraus gelernt für sich. Auch mir ist es passiert und ich habe mich sehr unwohl damit gefühlt und seither konzentriere ich mich auf Kooperationen, die mir gefallen und zu meinem Blog passen. Werbung sollte nach wie vor transparent sein! Ähnliche Fragen habe ich auch schon von Freunden bekommen und es war schon ein unangenehmes Gefühl obwohl es Produkte sind die mir gefallen, hatte ich das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen, weil man ja indirekt mit solchen Post sagt: Kauf das, das ist gut! Umso wichtiger finde ich es, sich da treu zu bleiben und wählerisch zu sein.

    Liebe Grüße, Verena
    http://www.somehappyshoes.com

  10. May 3, 2017 / 11:36 pm

    Super Post, Liebes! Ich muss sagen, dass ich gerade, wenn eine Bloggerin zB alle zwei Wochen neue Gesichtspflege-Produkte in den Himmel lobt, eher kritisch bin. Wenn jemand aber zB einer Marke relativ treu bleibt, oder eben nur alle paar Monate mit was neuem daher kommt, stört mich das gar nicht. Bei Schmuck, Klamotten, Accessoires, Schuhen & Co ist mir das aber zB vollkommen egal, denn da geht es für mich nur um Optik und Qualität und nicht um Verträglichkeit oder Wirksamkeit, wie Pflegeprodukte. Ähnlich sehe ich es bei Make-Up. Allerdings muss ich zugeben, dass du durchaus recht hast und wir Blogger manchmal vermutlich nicht lange genug testen, ich habe bisher eher weniger in die Pflegerichtung gehabt, und wenn dann habe ich es wirklich ein paar Wochen getestet, das lag aber auch daran, dass ich es relativ ohne Verpflichtungen zugeschickt bekam und somit an keine Dead Lines gebunden war…
    Ich würde Blogs immer noch nicht als überflüssig bezeichnen, zumindest solange man es wirklich ernsthaft betreibt und eben nicht alle zwei Wochen eine neue Lieblingscreme oder eben auch Lieblingsfoundation (das ordne ich eher bei Pflege als bei Lippenstiften zB ein).
    Ich hoffe das macht jetzt nicht nur in meinem komischen Köpfchen so Sinn, aber ich denke schon! 😀
    Liebste Grüße
    Eva

    http://www.eva-jasmin.de

  11. May 4, 2017 / 12:57 pm

    ich finde deine Ehrlichkeit bei dem Thema wirklich toll – denn es ist leider meist genauso wie du es beschreibst. Natürlich lehnt man auch viele Anfragen ab, aber z.B. gerade bei Beauty Produkten trifft genau das zu, was du beschreibst. Man kooperiert ja schon bevor man das Produkt getestet hat. Zum Glück hatte ich bisher tatsächlich auch noch keinen “Reinfall” aber das ist dann wirklich schon schwierig. Und die Frage wurde mir auch schon öfter gestellt, ob es wirklich stimmt, was ich bei einer Empfehlung schreibe. Das finde ich dann auch immer super schade, weil sich diese Frage tatsächlich wie du sagst bei Grundgedanken des Blogs eigentlich gar nicht stellen “dürfte”. Das ist natürlich durch Kooperationen etc. alles was verwischt. Dennoch hoffe ich, dass man als Leser schon noch auf die Meinung des Bloggers vertraut, zumindest wenn man auch regelmäßig den Blog liest.
    LG
    Brini
    http://www.brinisfashionbook.com

  12. Styledby.s
    May 4, 2017 / 5:12 pm

    Zum einen denke ich, dass du Recht hast mit der Begründung warum Blogs möglicherweise überflüssig sein könnten. Viele Blogs, die ich bereits länger lese, werden immer langweiliger weil dort der typische Einheitsbrei geschrieben wird. Bei dir zB finde ich, dass nicht und bei dir gibt es zu jedem Outfit auch einen guten Text der zum nachdenken anregt. Viele posten eben nur noch ein paar Bilder von einem Outfit und drei Zeilen dazu müssen reichen. Mir gibt das nicht die Inspiration, die ich auf einem Blog zu hoffen finde.

    Das Thema Kooperationen nervt mich derzeit vor allem auf Instagram, aber das lässt sich wohl sehr gut auf den Blog übertragen. Wie viele mit Rabattcodes um sich schmeissen bei Sachen, die wirklich nicht gut sitzen oder zum eigentlichen Stil passen – nervig! Da handle ich wie die meisten Follower auf Dauer: mit entfolgen. Ich glaube an das Gute und denke auch, dass sich authentische Blogs nachhaltig behaupten können werden und so hoffe ich auch bei dir noch in 1-2 oder 5 Jahren Inspiration zu finden :).

    Liebe Grüße, S.

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